Finanz-Abc: Optionsscheine

Sketchnote für den Begriff Optionsscheine

Ein Optionsschein ist ein Wertpapier mit dem man sich das Recht erkaufen kann, zu einem bestimmten Termin ein bestimmten Basiswert (z.B. eine Aktie) zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Dabei ist man nicht verpflichtet dieses Recht in Anspruch zu nehmen. Jedoch verfällt dann der Optionsschein wertlos. Grundsätzlich kann man sowohl auf steigende Kurse (Call-Optionsscheine) als auch auf fallende Kurse (Put-Optionsscheine) setzen. 

Hier mal ein vereinfachtes Beispiel:

Nehmen wir an, es gibt ein Optionsschein für den Kauf (Call) der Menschenkönner-Aktie. Der Besitzer des Optionsschein hat das Recht eine Menschenkönner-Aktie am 29.01.21 zum Preis von 100€ zu kaufen. Nehmen wir nun mal an, der Kurs der Menschenkönner-Aktie steigt bis zum 29.01.21 auf 110€, dann kann sich der Besitzer des Optionsscheins freuen. Denn löst er den Optionsschein am 29.01.21 ein und kauft die Menschenkönner-Aktie für 100€, kann er sie direkt wieder für 110€ verkaufen und macht somit einen Gewinn von 10€. Notiert der Kurs der Aktie zum 29.01.21 jedoch bei nur 95€, dann macht es keinen Sinn den Optionsschein einzulösen. Der Optionsschein verfällt somit wertlos.

Doch Achtung! Natürlich klingt so ein Optionsschein für Privatanleger zunächst sehr verlockend, jedoch ist der Handel mit Optionsschein sehr riskant und ist somit mit einer Wette oder den Gang ins Casino gleichzusetzen. Privatanleger sollten mit Optionsscheinen daher nur handeln, wenn sie sich vorher tiefgreifend damit beschäftigt haben, Geld übrig haben und somit bewusst spekulieren wollen. Denn im Notfall sollte hier mit Totalverlusten gerechnet werden.

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