5 Ideen, wie Sie Einsamkeit im Home-Office reduzieren können

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5 Ideen, wie Sie Einsamkeit im Home-Office reduzieren können

Einige Arbeitgeber haben ihre Mitarbeiter auf Grund des Corona-Virus die nächsten Wochen sicherheitshalber ins Home Office geschickt. Für Eltern mit kleinen Kindern ist das Home Office teilweise die einzige Möglichkeit, um der Arbeit noch nachgehen zu können, denn die Kindergärten und Schulen haben in Zeiten des Corona-Virus geschlossen. Daher ist das Home-Office für viele der Alternativarbeitsplatz der nächsten Tage und Wochen.

Manch einer freut sich vielleicht darüber: Nicht mehr zur Arbeit Pendeln zu müssen oder von der Couch aus seiner Arbeit nachgehen zu dürfen. Oder endlich Zeit für liegengebliebenen Aufgaben zu haben. Einen Tag pro Woche im Home-Office zu arbeiten, dies ist aus arbeitswissenschaftlicher Sicht sogar empfehlenswert.

Stellen wir uns jedoch vor, dass wir in der nächsten Zeit mehrere Tage oder Wochen am Stück von zu Hause arbeiten müssten, dann birgt das für uns Mensch doch einige Herausforderungen. Als soziales Wesen wird uns insbesondere der direkte Kontakt zu anderen Menschen fehlen, was zu Gefühlen von Einsamkeit führen kann.

Dabei gehören Beziehungen zum psychischen Wohlbefinden des Menschen. Unser Stimmung hellt sich auf, wenn wir unter Menschen sind. Positive Beziehungen verbinden wir sogar mit Glücksgefühlen, dementsprechend negative Gefühle entstehen, wenn wir alleine sind oder mangelnden Kontakt zu nahestehenden Personen haben.

Auch ich habe in den ersten Wochen meiner Selbstständigkeit viel Zeit alleine von zu Hause aus gearbeitet. Zum einen aus Kostengründen, aber auch um in Ruhe und ohne Ablenkung meiner Arbeit nachgehen zu können. ABER: Nach einiger Zeit kam dann auch bei mir der “Lagerkoller” und ich konnte meine eigenen vier Wände nicht mehr sehen. Vor allem hat mir der direkte Kontakt zu anderen Menschen gefehlt.

Daher habe ich in diesem Artikel fünf Ideen zusammengetragen, wie Sie die Arbeitsabläufe und die Kommunikation innerhalb Ihres Unternehmen gestalten können, damit das Gefühl von Einsamkeit bei Mitarbeitern im Home-Office reduziert werden kann. Dabei liste ich Ihnen hier nur Ideen auf, die sich aus meiner Sicht auch unter Berücksichtigung der aktuellen Situation wirklich umsetzbar sind.

1. Tipp: Entwickeln Sie Routinen im Home-Office!

Routinen helfen nicht nur den Tag zu strukturieren, sondern auch von der Einsamkeit im Home-Office abzulenken. Egal wann Sie starten und wann Ihr Arbeitstag zu Ende ist, schaffen Sie sich einen Arbeitsrhytmus. Gehen Sie mental zur Arbeit!

Mein Arbeitstag im Home-Office startet wie im Büro spätestens um 8.00 Uhr. Zu Beginn mache ich mir zunächst einen Plan, welche Aufgaben heute mit Priorität bearbeitet werden müssen. Um die Prioritäten meiner Aufgaben festzulegen nutze ich meist das Eisenhower-Prinzip. Das hilft mir den Fokus auf das Wesentliche zu legen und schafft mir ein Grundgerüst für den Tag.

Den ersten Arbeitsblock ziehe ich meistens bis 12.00 Uhr durch, eine Stunde Mittagspause und dann der zweite Arbeitsblock von 13.00 bis 17.00 Uhr. Ab und zu geht es dann auch mal ein Stündchen länger, aber am Ende orientiere ich mich ebenfalls an einem 8-Stunden-Arbeitstag.

2. Tipp: Sie haben ein kurzes Anliegen, nehmen Sie das Telefon!

Im Büro können wir Probleme, Fragen oder andere Anliegen im persönlichen Gespräch mit unseren Kollegen klären. Diese Möglichkeit der Kommunikation ist im Home-Office stark eingeschränkt und daher nutzen einige Mitarbeiter Email oder andere Messangerdienste, um ihre Anliegen zu besprechen.

Bei kurzen Fragen oder kleineren Problemen empfehle ich daher lieber den Griff zum Telefon. Dies hat den Vorteil, dass die Klärung des Anliegens meist viel schneller geht. Anderseits fördert das Telefonat die Kommunikation und die soziale Beziehung mit den Kollegen. Sie haben darüber hinaus noch die Möglichkeit sich beim Kollegen zu erkundigen, wie es ihm geht oder erfahren mit welchen Schwierigkeiten er aktuell zu kämpfen hat. Sie geben sich damit das Gefühl nicht allein zu sein und können sich gegenseitig unterstützen.

3. Tipp: Starten Sie den Arbeitstag mit einem virtuellen Teammeeting!

In einigen Unternehmen ist es üblich den Arbeitstag mit einem kurzen Teammeeting zu starten, um aktuelle Aufgaben, Herausforderungen und Fragen zu besprechen. Auch im Home-Office sollten solche Routinen genutzt werden, sei es per Telefon- oder Videokonferenz.

Kurze tägliche Meetings fördern die Kommunikation zwischen den Kollegen. Darüber hinaus ergeben sich innerhalb solcher Meetings häufig Folgegespräche, die in weiteren Telefonaten besprochen werden können und somit Möglichkeit zum persönlichen Kontakt bieten. Ebenso kann die Führungskraft in dem Teammeeting herausfinden, wie die Stimmung innerhalb der Belegschaft ist und wo gerade Hilfe oder Unterstützung notwendig ist.

4. Tipp: Verabreden Sie sich virtuell und nutzen Sie Videotelefonie!

Gemeinsame Lösungen im Team zu erarbeiten und zu besprechen können Sie auch vom Home-Office aus. Die Zusammenarbeit im Team unterstützt die Bindung zueinander und fördert das Gefühl der Zugehörigkeit.

Verabreden Sie sich dazu virtuell und nutzen Sie die Videotelefonie. Gegenüber der normalen Telefonie haben sie bei der Videotelefonie den Vorteil des direkten Blickkontaktes und können somit die Mimik und Gestik des Gegenüber erfassen. Das hilft die Informationen besser zu verstehen und einzuordnen. Ebenso vermeiden Sie damit Fehlinterpretationen und mögliche Missverständnisse.

Hier ein kurzer technischer Tipp: Haben alle Nutzer ein iPhone, so lässt sich dazu in kleinen Gruppen Face-Time nutzen. Alternativ bieten sich hierzu Lösungen von Skype oder Zoom an.

5. Tipp: Gehen Sie in Ihrer Mittagspause raus an die frische Luft!

Ich habe ihnen am Anfang schon einmal beschrieben, dass ich bereits eine ähnliche Situation von Einsamkeit während meiner Zeit im Home-Office erlebt habe. Auch da hat es mir geholfen, wenn ich in meiner Mittagspause raus gegangen bin. Und sei es nur kurz der Weg zum Supermarkt, um sich zum Beispiel etwas zum Mittagessen zu kaufen. Andere Menschen zu sehen oder ein kurzes Gespräch mit der Verkäuferin. Auch diese kleinen Kontakte können helfen, das Gefühl von Einsamkeit zu reduzieren und sich im Home-Office wieder fokussieren zu können. Bitte beachten Sie in Zeiten des Corona-Virus, dass sie zu ihrem Gegenüber mindestens 1,5m Abstand halten. Dann ist auch gegen ein kurzes Gespräch nichts einzuwenden.

Schlussendlich werden wir das Gefühl von Einsamkeit bei längerer Zeit im Home-Office nicht vollständig abstellen können, denn der persönliche Kontakt mit den Kollegen/ anderen Menschen lässt sich nur schwer ersetzten. Aber ich hoffe, dass Ihnen diese kleinen Tipps und Ideen helfen können, die Zeit besser zu überstehen.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Menschenkönner

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